Generell sind die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung weitläufig bekannt: Ausschüttung von Glückshormonen, Stärkung des Immunsystems, ein vitaler gesunder Körper, usw.

Viele Frauen, die vor einer Schwangerschaft sehr sportlich waren und die Einstellung hatten „ohne Schweiß kein Preis“, fällt es schwer auf Yoga in der Schwangerschaft umzusteigen. Dies ist auch kein Muss, jedoch kann es sein, dass manche Sportarten sich nicht mehr gut anfühlen oder ein Risiko für das ungeborene Kind bedeuten.

In meinen Falle war das ähnlich: Da ich auch noch als Aerobic-Trainerin unterrichte war ich schweistreibende Bewegungsabfolgen zu lauten Musik gewöhnt. Jedoch merkte ich sehr schnell zu Beginn meiner Schwangerschaft, dass sich das nicht mehr gut anfühlte. Deshalb habe ich mich dann voll und ganz auf mich und auf Yoga konzentriert. Dennoch bin ich ab und zu noch laufen gegangen in einem moderaten Tempo.

Die Entscheidung wieviel Bewegung und welche Art von Bewegung jemand machen möchte ist jedem selbst überlassen. Wichtig ist dabei: Gut ist, was sich gut anfühlt. Und in meinem Fall fühlt sich Yoga definitiv besser an, als die schweißtreibenden Aerobic-Stunden.

Wer jedoch vor der Schwangerschaft gar keinen Sport bzw. wenig Bewegung gemacht hat, sollte die Schwangerschaft als Anreiz nehmen um sich und dem Baby in Form von körperlicher Betätigung etwas gutes zu tun.

Hier eine Auflistung der positiven Aspekte von Schwangerschaftsyoga:
  • Durch Meditation und Achtsamkeitsübungen lernt man sich und das ungeborene Wesen in seinem Körper spüren. Denn die erste Kommunikation mit dem Baby im Bauch findet über Energie statt.
  • Das Üben der Yoga-Asanas steigert die Ausdauer und das Körperbewusstsein, außerdem werden Muskeln aufgebaut.
  • Yoga vermittelt eine andere Art des Denkens – nichts muss, nichts soll, alles kann – und reduziert somit Stress.
  • Durch die Übungen erfährt man Leichtigkeit und Entspannung.
  • Die Atemübungen helfen Körper und Geist miteinander zu verbinden und auf die Geburtsatmung vorzubereiten
  • Durch die regelmäßige Bewegung werden Schmerzen gelindert und auch vorgebeugt.
  • Das Energie-Niveau steigt
  • Durch das gemeinsame praktizieren von Yoga in einem Kurs, kann man sich mit anderen Schwangeren austauschen und neue Freundschaften schließen
Positive Auswirkungen von Schwangerschaftsyoga auf das ungeborene Kind

Auch das Baby im Bauch profitiert von einer Mutter, die während der Schwangerschaft Yoga praktiziert.

Hier einige der positiven Aspekte auf das Kind:

  • Stress wird durch Yoga reduziert und somit nicht auf das Baby übertragen
  • Mutter und Kind werden durch die Yogapraxis zu einem Team, die gemeinsam die Geburt als Ziel sehen
  • Bewegung in der Schwangerschaft hilft dem Kind in die Geburtsposition zu kommen (ca. in der 36. SSW)
  • Atemübungen helfen auch dem ungeborenen Kind zu entspannen
  • Generell ist festzustellen, dass die positive Energie einer entspannten gelassenen Schwangeren sich eins zu eins auf ihr ungeborenes Kind überträgt
Positive Auswirkungen von Schwangerschaftsyoga auf die Geburt

Als ich mein erstes Gespräch mit der Hebamme hatte, war sie gleich voll begeistert, als ich ihr erzählt habe, dass ich Yogalehrerin bin und Schwangerschaftsyoga unterrichte. Sie hat mir voll und ganz bestätigt, dass Yoga in der Schwangerschaft nur positive Auswirkungen auf die Geburt hat. Für Hebammen sei es oft sehr schwer, wenn Frauen meinen, dass die Hebamme bzw. der Arzt die volle Verantwortung über die Geburt hätten. Dem ist nicht so – Hebamme und Arzt sind zur Unterstützung und Hilfestellung anwesend, jedoch das Kind auf die Welt bringen muss die Frau selbst.

Selbstverantwortung und Selbstbewusstsein spielen hierbei eine große Rolle: Ich als Mutter bin für mein Kind und für die Geburt selbst verantwortlich und dafür möchte ich mich während der Schwangerschaft vorbereiten – diese war und ist mein Mantra in den Schwangerschaftskursen.

Hier ein Auszug der positiven Aspekte auf die Geburt:
  • Wahrnehmung des eigenen Körpers steigt, dadurch kann man die Signale selbst besser deuten.
  • Eine gelassene Einstellung, den Dingen den Lauf zu lassen, hilft loszulassen und Ängste abzubauen.
  • Körperliche Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit steigt.
  • Durch das Trainieren der vollständigen Atmung kann man die Atmung während der Geburt gezielter Lenken
  • Konzentration auf eine tiefere Ebene wird durch Yoga möglich
  • Yoga stärkt schon während der Schwangerschaft die Bindung von Mutter und Kind

Nächsten Freitag startet ein neuer Schwangerschaftsyogakurs und ich freue mich schon sehr die Teilnehmerinnen in dieser schönen Zeit begleiten zu dürfen!

 

Anmeldungen sind noch jederzeit möglich 🙂

Namaste Yogafreigeist