„Willst du die Welt verändern, verändere dich selbst“ (Zitat von Mahatma Ghandi – indischer Freiheitskämpfer)

Seit der Geburt meiner Tochter mache ich mir noch mehr Gedanken über die Zukunft und es ist mir sehr wichtig, dass meine Kleine gesund und glücklich ist und in einer sauberen Umwelt ihr Leben verbringt. Mir ist bewusst geworden, dass mein Handeln von Heute sich auf die Zukunft meiner Tochter auswirkt. Das was ich heute sähe, wird sie morgen ernten. Und deshalb habe ich begonnen, meine Lebensweise zu hinterfragen. Schnell habe ich bemerkt, dass mit dem Thema Geburt und Babys viel Geld gemacht wird. Als werdende Mutter, wird man animiert viele unnötige Dinge zu konsumieren, damit es dem Baby gut geht. Doch dann wurde mir klar, das einzige was mein Kind wirklich braucht ist Liebe und Geborgenheit, alles andere ist nebensächlich. Der ganze Konsumrausch rund um das Thema Baby hat mich schier überfordert und darum wusste ich, ich muss bei mir selbst anfangen, um etwas zu verändern.

Mit folgenden Tipps habe ich es geschafft mehr Nachhaltigkeit in meinen Mama-Alltag zu bringen:

  • Second Hand Babykleidung

Ich habe das große Glück, dass wir von meinem Freundeskreis viel gebrauchte Babykleidung geschenkt bekommen und dafür möchte ich mich hier nochmal ganz herzlich bedanken. Fast das ganze erste Jahr meiner Tochter, waren wir versorgt mit Kleidung, weil auch viele Mütter froh sind, wenn die oftmals wenig getragenen Stücke, noch einmal Verwendung finden. Die Sachen, die uns fehlten, habe ich beim Kinderartikelbasar in Bad Schallerbach erstanden. Auch hier waren viele Sachen noch wie neu und haben voll und ganz ihren Zweck erfüllt. Außerdem ist gebrauchte Babykleidung schon zick-fach gewaschen und so frei von Schadstoffen, die die Babyhaut angreifen können.

  • Gehen anstatt Fahren

In unserem Wohnort, habe ich den Vorteil alles was wir zum Leben brauchen, seien es Lebensmittel oder Hygieneartikel, unmittelbar in der Nähe zu bekommen. Ich weiß das sehr zu schätzen und gerade mit Baby ist es oft viel einfacher mit dem Kinderwagen seine Besorgungen zu erledigen. Für mich ist es ein großer Luxus, wenn ich mein Auto NICHT brauche. Ich überlege mir wirklich jedesmal wenn ich fahre, zahlt sich das wirklich aus? Gerade Diskonter locken mit vielen Sonderangeboten für Babys, doch wenn ich die Fahrtzeit und den Sprit dazurechne, kommen mir diese Angebote gar nicht mehr so günstig vor.

  • Breifrei

Das Thema Babybrei hat mich schon vor der Geburt beschäftigt. Ich konnte mich von Anfang an nicht damit anfreunden meinem Baby Breigläschen zu verfüttern und ich habe mir die Frage gestellt, wie haben das damals die Steinzeitmenschen gemacht, als es noch keinen Mixer gab? Darum habe ich mich näher mit dem Thema auseinander gesetzt und bin auf das Buch „Baby led weaning – der breifreie Beikostweg“ gestoßen. Ich wollte mir selbst ein Bild davon machen, welche Möglichkeiten es gibt mein Kind zu ernähren. Und siehe da dieses Buch hat mir sämtlichen Stress genommen und mir gezeigt wie einfach es sein kann, Beikost einzuführen. Und vor allem, meinem Baby zu vertrauen, dass es von selbst Essen erlernen kann, wenn es auch die Möglichkeit bekommt das Essen zu erforschen, damit zu Spielen und ja, auch einen Saustall zu machen. Man bieten einfach Fingerfood an, dass die Kleinen gut in die Hand nehmen können. Jetzt mit 14 Monaten, isst meine Tochter liebend gerne und auch viel, weil sie die Möglichkeit bekommt viele Geschmäcker am Familientisch auszuprobieren. Natürlich ist das ganze mehr Aufwand, was das Putzen betrifft, im Gegensatz zu Breinahrung. Aber für mich und meine Tochter war es der richtige Weg.

  • Geschenke, Geschenke, Geschenke

Die Geburt eines Kindes ist ein freudiges Ereignis, wo verwandte und Bekannte es kaum erwarten können das Kleine zu sehen und mit Geschenken zu überhäufen. Die Wirtschaft freut sich, weil somit wieder viel Geld im Umlauf gebracht wird, für Dinge, die wir meistens gar nicht brauchen und somit die Zukunft unserer Kinder wieder belasten. Man freut sich natürlich gerne über Geschenke, wenn sie sinnvoll sind und gebraucht werden. Und dazu ist es notwendig, seine Erwartungen und Wünsche auch zu äußern. Die besten Geschenke sind nicht die Materiellen, sondern die, die man nicht bezahlen kann: Hilfe im Haushalt, etwas zu essen vorbeibringen, das Baby hüten, usw. Gerade im Wochenbett, benötigt man als Mutter viel Ruhe und Zeit und nicht eine Überhäufung von Geschenken. Und für alle die gerne etwas Schenken- fragt einfach mal bei der Familie nach, was sie brauchen können, so werden die Geschenke auch wirklich genutzt und landen dann nicht wieder in irgendeiner Schublade.

Zusammenfassen möchte ich noch erwähnen, dass es im Babyalltag oft auch darum geht, die Dinge einfacher zu gestalten und jeder für sich selber wissen muss, was der richtige Weg für ihn ist. Natürlich gäbe es bei mir auch noch viele Dinge, die ich bezüglich der Nachhaltigkeit noch ändern kann, z.B. Stoffwindeln zu benutzen.

Grundsätzlich können wir alle die Welt verändern indem wir uns beim konsumieren eine ganz einfache Frage stellen:

Brauche ich das wirklich?“