Der Anfang unseres Lebens besteht darin Neues zu lernen. Als Kleinkind ist man ständig im Lernmodus und es werden täglich eine Vielzahl von Eindrücke gesammelt und verarbeitet. In der Schule verändert sich das Lernverhalten ein wenig: Es gibt einen fixen Lehrplan und es gibt ein Lernschema, dass für den Durschschnitt zurecht geschnitzt ist.

Die Jahre vergehen und das Lernen wird zur üblen Begleiterscheinung der Schullaufbahn. Zum Abschluss kann man es kaum glauben, dass jetzt mit dem Lernen Schluss sein soll und nach der Maturafeier ist auch meistens aufgrund des hohen Alkoholspiegels nicht mehr viel in Erinnerung.

Beim Einstieg ins Berufsleben ist man dann mit der Erlernung von praktischen Fähigkeiten konfrontiert. Hat man sich die nötigen Fähigkeiten angeeignet kommt der Alltag. Und eines Tages stellt man fest, dass die Zeit immer schneller vergeht. Alle Tätigkeiten sind eintrainiert und passieren fast automatisch. Wir verschwenden keinen Gedanken mehr daran, wie wir etwas alltägliches machen, weil wir es schon so oft gemacht haben, dass es nun aus dem FF geschieht.

Bei mir war das auf jeden Fall so…… bis…. ich mit der Yogalehrer-Ausbildung begonnen habe 🙂

Auf einmal ist man wieder Schüler, ein sehr ungewohntes Gefühl. Und noch ungewohnter war für mich, dass der Stoff auf einmal so interessant war und es direkt in meinem Leben und der Praxis anwendbar war. Trotzdem habe ich gemerkt, wie schwer ich mir am Anfang getan habe wieder aktiv zu zuhören. Aber eines habe ich sofort festgestellt – die Zeit vergeht nicht mehr wie im Flug. Du befindest dich im Lernen weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft und somit agierst du genau jetzt in diesem Moment und nutzt ihn um dir neues Wissen anzueignen. Als ich das bemerkt habe, hat sich meine Einstellung zum Lernen total verändert.

 

Für mich ist die persönliche und geistige Weiterentwicklung ein Schlüssel für ein aktives Leben. Hört dies auf, wird das Leben passiv und es zieht an einem vorbei.

Das heißt jetzt nicht, dass jeder eine Yoga-Ausbildung beginnen soll 😉  Meiner Meinung nach beginnt es schon in den vermeindlich kleinen Dingen im Leben. Zum Beispiel im Verändern eines Verhaltensmuster – warum nicht einmal aus seinen gewohnten Muster ausbrechen und etwas komplett anderes machen? Statt am Abend vorm Fernseher sitzen wieder mal ein Gesellschaftspiel mit Freunden spielen, einfach in den Garten gehen und wieder mal Kind sein und ein Rad schlagen, in der Yogastunde beim Schneidersitz einfach den anderen Fuß nach vorne geben :)…. das sind ein paar so Inspirationen, die es ermöglichen die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und uns neue Perspektiven ermöglichen.

Für mich persönlich gilt folgendes:

LERNEN = BEWUSSTER IM MOMENT SEIN = VERLÄNGERUNG DER LEBENSZEIT

Namaste Yogafreigeist