Immer häufiger höre ich, dass manche Leute Schmerzen während oder nach dem Yoga verspüren. Meistens wird über Beschwerden in Kreuzbein, Wirbelsäule oder Nacken geklagt – umgangssprachliche Rückenschmerzen. Andere wiederum haben bereits ein Leiden (Verletzung, Operation etc.) und verspüren auch Schmerzen beim Yoga.

Yoga sollte gut tun und entspannen, tauchen Schmerzen aus so sind das Warnsignale des Körpers!

Folgende Tipps helfen die Schmerzen zu vermeiden:

  1. Besuche einen Yogakurs. Das schöne am Yoga ist, dass man es überall praktizieren kann. Auf YouTube gibt es eine Vielzahl von Yogavideos, wo man einfach daheim mitmachen kann und das sogar kostenlos. Diese Videos sind wirklich praktisch, jedoch handelt es sich dabei oft um Laien, die keine fundierte Ausbildung im Yoga haben. Außerdem ist es auch nicht möglich, dass dich diese Person aufmerksam macht, wenn du eine Haltung falsch einnimmst. In Yogakursen werden die Asanas langsam aufgebaut und der Yogalehrer korrigiert dich bei Fehlhaltungen und hilft dir um die Übungen achtsam auszuführen. Dein Körper wird es dir danken, wenn du in einen qualitativ hochwertigen Yogakurs investierst.
  2. Sprich es aus. Wenn du bereits Teilnehmer in einem Yogakurs bist und du Schmerzen verspürst ist es wichtig darüber mit deinem/deiner Yogalehrer/in zu sprechen. Nur so kann man der Sache auf den Grund gehen und gemeinsam eine Lösung finden.
  3. Kenne dein Limit. Weiter, schneller, mehr, mehr, mehr – das Motto unserer Gesellschaft. Es ist schwierig aus diesem Hamsterrad herasuzukommen und viele schaffen es selbst beim Yoga nicht. Sie sehen alles als Wettkampf- wollen unbedingt besser sein als der/die Nebenmann/frau- und vergessen dabei auf den eigenen Körper zu horchen. Jeder von uns ist einzigartig – jeder kann etwas anderes gut. Unterschiedlich sein – genau das macht’s doch spannend! Im Yoga gibt es kein weiter, besser oder schneller und schon gar kein mehr. Yoga ist eine Verbindung aus Körper und Geist, wo es nur um dich geht und dein Wohlbefinden. Am besten du schließt deine Augen, um den Blick nach innen zu öffnen und ganz genau in deinen Körper hineinzuhören, was ihm gut tut und was nicht.
  4. Weniger ist mehr. Gerade sehr sportliche Menschen, die seit der Kindheit in Bewegung sind, verspüren oft Schmerzen beim Yoga. Hier kann es sein, dass der Körper zu mobil und flexibel ist. Das heißt, der Körper ist so gut gedehnt, dass man mit Leichtigkeit über die Grenzen hinausgehen kann. Und genau das schadet auf dauer und ruft Schmerzen hervor. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig bei einem/einer erfahrenen Yogalehrer/in zu trainieren, am besten auch noch in einem Raum, wo ein Spiegel vorhanden ist um die eigen Wahrnehmung kontrollieren zu können.
  5. Kurier dich aus. Erkrankungen, Verletzungen oder Operationen sind für manche ein Anlass um mit Yoga zu beginnen. Doch hier ist es unbedingt notwendig mit dem Arzt oder Physiotherapeuten abzuklären, ob dein Körper schon bereit ist. Empfehlenswert ist eine Zeit lang Einzelunterricht zu nehmen, damit sich der/die Yogalehrer/in voll und ganz auf dich konzentrieren und dich für den Einstieg in einen Yogakurs vorbereiten kann.

Namasté